Zu einem vor Ort Termin an der Sporthalle der Geschwister-Scholl-Schule kamen der für die Liegenschaft zuständige Schuldezernent Jannik Marquart, Bürgermeisterin Theresa Neumann und die CDU-Fraktionsmitglieder Max Schad, Irene Smak und Michael Bergmann zusammen. Anlass ist der schlechte Zustand der Halle. Wie Jannik Marquart unterstrich, sei die Turnhalle an der Geschwister-Scholl-Schule im kreisweiten Maßstab in einem besonders schlechten Zustand. Daher habe der Dezernent ein Sanierungsgutachten in Auftrag gegeben. Dieses sei zum Ergebnis gekommen, dass die Halle nicht mehr wirtschaftlich zu sanieren und ein Neubau die beste Lösung ist. Derzeit habe der Kreis einen Investitionshochlauf gestartet, um die Schulen im Kreis zu sanieren und fit für den Ganztag zu machen. So werde im kommenden Jahr unter der Regie von Jannik Marquart im Rahmen des „Schulbau-Turbo“ die Rekordsumme von 84 Mio Euro in die Schulen investiert. Im Jahr 2027 sind sogar Investitionen in Höhe von rund 120 Mio Euro geplant. Diese Mittel werden zunächst für die Schulgebäude und für Betreuungsräume gebraucht.
Eine relevante Alternative, um die Investitionen von über 5 Mio Euro in die neue Halle zu stemmen, ist die Sportmilliarde des Bundes, die insbesondere in den Bau von Sportstätten fließen soll. In diesem Rahmen kann auch der Main-Kinzig-Kreis Projekte anmelden. Wie Marquart und Bürgermeisterin Neumann betonten, sei dies eine große Chance für die Gemeinde, kurzfristig an einen Ersatzneubau zu kommen. Da die Förderung des Bundes sehr hoch sei, entstehe für alle Beteiligten die Gelegenheit, zu sehr guten Konditionen den Neubau zu realisieren. „Die Sportmilliarde ist eine große Chance für Großkrotzenburg. Das Projekt hat grundsätzlich gute Chancen, in die Förderung zu kommen. Genau für derartige Situationen wurde das Programm aufgelegt“, sind sich die CDU-Politiker einig. „Wir werden uns dafür einsetzen, dass ein Neubau angegangen wird“. Wie Marquart und Schad betonten, sei der erste Schritt, die Halle auf die Vorschlagsliste des Main-Kinzig-Kreises zu setzen. Dies sei bereits in die Wege geleitet. In einem weiteren Schritt müsse das Projekt für den Einsatz der Bundesmittel ausgewählt werden. Dafür setze man sich auf den übergeordneten Ebenen ein. Zudem sei es grundsätzlich immer so, dass auch die Kommunen einen kleineren Anteil an den Sanierungskosten tragen müssen. Dafür gelte es, entsprechende Überzeugungsarbeit zu leisten und Lösungswege zu finden.
Der schlechte Zustand der Halle sei weder der Schulgemeinde, noch den Sportlern im Vereinssport, die die Halle täglich nutzen, mittel- und langfristig zuzumuten, war man sich einig.

